Verhandlungsauftakt ohne Ergebnis

Im Auftakttermin der Verhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hat ver.di die Aufwertungsforderung für die Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst begründet und das umfassende Forderungspapier im Einzelnen erläutert.

Die Vertreter der VKA erkannten zwar an, dass die Beschäftigtem im SuE wertvolle und unverzichtbare Arbeit leisten, sahen aber keinen Grund für eine verbesserte Eingruppierung. Sie meinten, eine bessere Bezahlung würde nicht zu einer Attraktivitätssteigerung der Berufe führen.

Dazu können wir nur feststellen: Nichts begriffen, nichts dazu gelernt!

Auf unsere konkreten Forderungen ist die VKA nicht eingegangen. Die Arbeitgeber kündigten aber an, im nächsten Termin über unser Papier sprechen zu wollen.

Wir meinen: Dem Erkenntnisprozess bei den Arbeitgebern muss offensichtlich nachgeholfen werden!

Mehr Informationen auf dem Ver.di Flugblatt. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 23. März 2015 in Münster statt.

Mitmachen: Verhandlungsauftakt im Öffentlichen Dienst

Soziale Berufe aufwerten - auch in Betrieben der Kirche

Die Tarifauseinandersetzung im Sozial- und Erziehungsdienst ist eröffnet. Jetzt sind wir alle gefordert. Denn über das, was am Ende rauskommt, entscheidet vor allem unsere Mobilisierungsbereitschaft.

Zum heutigen Verhandlungsauftakt veröffentlichen wir hier das ver.di-Flugblatt. Die Aufwertung sozialer Dienste ist überfällig! Also: Jetzt organisieren, Mitglied werden und aktiv die Auf- wertung mit vorbereiten - für eine zeitgemäße und gerechte Eingruppierung!

Zusätzlich gibt es ein Aktivierungsplakat, mit dem sich am 25.2. fotografiert werden kann. Macht Fotos eurer Aktionen und verseht das Foto unter Twitter, Facebook oder Instagram mit dem Hashtag #aufwerten oder schickt es uns unter aufwerten-jetzt@verdi.de

Glückwunsch! Erster landesweiter Ausbildungstarifvertrag in der Pflege

Am heutigen Dienstag (17.02.) haben die Gewerkschaft ver.di und die Verbände der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen einen Tarifvertrag über die Ausbildungsbedingungen in der Pflege unterzeichnet. Dieser bundesweit erste Tarifvertrag in der Altenpflege für ein ganzes Bundesland regelt die Ausbildungsentgelte und den Erholungsurlaub. Zukünftig erhalten Schülerinnen und Schüler in der Altenpflege im ersten Ausbildungsjahr 975 Euro und im dritten Ausbildungsjahr 1.138 Euro. Allen Auszubildenden stehen einheitlich 29 Urlaubstage zur Verfügung. Ziel der Sozialpartner ist es, den Tarifvertrag branchenweit für allgemeinverbindlich erklären zu lassen, um gemeinsame Standards in der Pflegeausbildung zu gewährleisten.

Die Rückkehr des Sozialen in die Politik

In den vergangenen zwölf Monaten haben sich auf Einladung der Diakonie Deutschland, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Hans-Böckler-Stiftung und Evangelischer Kirche in Deutschland Expertinnen und Experten in den Themenfeldern Armut, Gesundheit, Pflege, Inklusion und Jugend in Workshops über die gegenwärtige soziale Lage in Deutschland sowie sozialpolitische Herausforderungen für die Zukunft ausgetauscht. Die Ergebnisse dieses intensiven Prozesses, unsere Ideen und Lösungsvorschläge wollen wir mit Gästen aus Politik und Gesellschaft in den sozialpolitischen Dialog bringen.

Auf der Abschlussveranstaltung am 9. März 2015, 10.00 bis 15.00 Uhr in der Französischen Friedrichstadtkirche Berlin wollen wir die Aufgaben für die Gestaltung eines zukunftsfähigen Sozialstaates benennen. Bundesregierung und politische Parteien und Fraktionen sind dabei für uns wichtige Dialogpartner, denn die Politik schafft den notwendigen Rahmen für einen zukunftsfähigen Sozialstaat.

Sie sind herzlich eingeladen!

Altersarmut im sozialen Sektor Teilzeit verschärft den „Gender Pension Gap“

Altersarmut kann Menschen in allen Wirtschaftszweigen treffen. Besonders groß ist das Risiko aber dort, wo gut bezahlte und unbefristete Vollzeitstellen heute eher die Ausnahme als die Regel sind. Das gilt gerade für den Sozialsektor, wie eine aktuelle Studie von Florian Blank und Susanne Schulz (http://www.boeckler.de/52891_52902.htm) deutlich macht. Bei den Erzieherinnen und Pflegekräften verstärken sich ein relativ niedriges Lohnniveau einerseits und der hohe Anteil von Teilzeitphasen im Lebenslauf andererseits in ihren negativen Auswirkungen auf die Rente. Der Gender Pay Gap (die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern) verschärft sich auf diese Weise zu einem Gender Pension Gap (zu einer Alterssicherungslücke zwischen Frauen und Männern) von fast 60 Prozent. Die Aufwertung der sozialen Berufe, verbesserte Arbeitsbedingungen in den Sozial- und Erziehungsberufen und rentenrechtliche Reformen, die die Absenkung des Rentenniveaus stoppen, müssen gemeinsam der drohenden Altersarmut entgegen wirken. -> Sopoaktuell als PDF herunterladen.

Ausbildungsreport 2015: ver.di will Rahmenbedingungen für praktische Ausbildung verbessern

Mit betrieblichen Modellprojekten will die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in den kommenden Monaten für eine deutliche Verbesserung in der praktischen Pflegeausbildung sorgen. Rund 30 Prozent der Auszubildenden in den Pflegeberufen seien mit ihrer Ausbildung unzufrieden, insbesondere die praktische Ausbildung werde kritisiert. Zur vollständigen Presseerklärung.

ver.di will's wissen: Wie schätzen Auszubildende die Qualität ihrer Ausbildung in der Pflege ein?

Es ist soweit: ver.di fragt Auszubildende in Pflegeberufen, wie sie die Qualität ihrer Ausbildung einschätzen. Dafür ist der neue Fragebogen auf der ver.di-Website eingestellt. Er kann einfach auf jedem Drucker ausgedruckt oder direkt elektronisch ausgefüllt und abgesendet werden.

Kircheninfo 25: Sozial- und Erziehungsberufe aufwerten!

Die aktuelle Ausgabe des Kircheninfo 25 ist im Winter 2015 erschienen mit einem Schwerpunkt zu Sozial- und Erziehungsberufen. Die Druckausgabe kann bei Sabrina Stein (sabrina.stein at ver.di)angefordert werden, das PDF kann hier heruntergeladen werden.

Aus dem Inhalt:
• • Dienstgemeinschaft statt Dienstherrschaft
• Richtig gut. Richtig was wert.
• "Die Grenze ist längst erreicht."
• Aktionen auch in kirchlichen Einrichtungen

Das KirchenInfo ist über die ver.di-Bezirke erhältlich. Es erscheint 2 bis 3 mal im Jahr. Mehr Informationen

Tarifeinigung für Diakonie-Beschäftigte erzielt: Es gibt mehr Geld!

ver.di-Pressmitteilung, Hannover, 28. Januar 2015 /// Tarifinfo zum Herunterladen.

Am gestrigen Dienstag (27. Januar) hat es in der fünften Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft ver.di und den Diakonie-Arbeitgebern eine Tarifeinigung für die rund 37.000 Diakonie-Beschäftigten in Niedersachsen gegeben. Nach langen und teilweise zähen Verhandlungen haben sich beide Parteien auf folgende Punkte verständigt:

* Alle Beschäftigten erhalten rückwirkend für 2014 eine Einmalzahlung von 300 Euro (Teilzeitbeschäftigte anteilig).
*Ab 1. Januar 2015 erhöhen sich die Einkommen um 2,7 Prozent und ab 1. Februar 2016 Erhöhung nochmals um 2,7 Prozent, so dass insgesamt 5,4 Prozent tabellenwirksam werden.
* Davon abweichend erhöhen sich die Entgelte für Beschäftigte in der Altenpflege stufenweise ab 1. März 2015 um 2 Prozent, ab 1. August 2015 um weitere 0,7 Prozent, ab 1. Februar 2016 nochmals um 1 Prozent sowie ab 1. Mai 2016 um weitere 1,7 Prozent, so dass auch sie am Ende eine Anhebung der Entgelttabelle um 5,4 Prozent erhalten.
* Für die betriebliche Altersversorgung wurde eine Eigenbeteiligung von 0,4 Prozent ab 1. Februar 2016 vereinbart.
* Auszubildende und Schüler erhalten eine Erhöhung von 50 Euro ab 1. Januar 2015.
* Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 30. September 2016.

ver.di fordert bessere Bezahlung in der Altenpflege

Pressemitteilung, Berlin, 27. Januar 2015

„Die Beschäftigten in der Altenpflege müssen deutlich besser bezahlt werden, damit sie für ihre wertvolle und schwere Arbeit endlich angemessen entlohnt werden“, fordert Sylvia Bühler, Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). ver.di fordere zudem einen bundesweiten verbindlichen Personalschlüssel in der Altenpflege. Ausreichend Personal und eine faire Bezahlung würden der Altenpflege die verdiente Anerkennung bringen und zudem eine bessere Versorgung für die älteren Menschen ermöglichen, betont die Gewerkschafterin.

Die heute vom Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, präsentierten Studienergebnisse belegten den großen Handlungsdruck. ver.di fordere deshalb die Bundesregierung auf, handfeste Maßnahmen zu ergreifen und die angekündigten Reformen dafür zu nutzen, die Arbeitsbedingungen grundlegend zu verbessern und dafür zu sorgen, dass von den Trägern tatsächlich ein angemessener Lohn gezahlt wird.

WIR! sind Diakonie - AGMAV Newsletter vom 28.01.2015

Letzte Woche wurde diese Sonderausgabe unseres Newsletters an alle Einrichtungen der BruderhausDiakonie verschickt sowie an alle Kirchengemeinden, in denen die BruderhausDiakonie Einrichtungen hat.

Auf der AGMAV Vollversammlung hatten wir bereits von den Vorgängen im Zusammenhang mit der Bruderhaus Service GmbH berichtet. Am 9. Dezember fand für alle MAVen der BruderhausDiakonie eine Vollversammlung in Reutlingen statt. Dort wurde auch die Reutlinger Erklärung (siehe auch unseren AGMAV-Newsletter vom 12.12.2014) verabschiedet und im anschließenden Pressegespräch den Vertretern der Presse erläutert.

Der Rechtsweg ist für die MAVen ausgeschöpft. Deshalb ist es jetzt Zeit, die kirchliche und diakonische Öffentlichkeit herzustellen, damit öffentlich über die Vorgänge diskutiert werden kann. 

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