Urlaub
Grafik: ver.di

Wir machen Urlaub und sind ab dem 15.8.2016 wieder da. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern bis dahin sonnige Sommertage!

Bild von der Aktion in Halle
Foto: Conny Rieche

Eine sogenannte Schlichtung fand kürzlich zu den Absenkungsplänen der Arbeitgeber für die Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie Deutschland statt.(Wir berichteten am 07.Juni.) Der Verband diakonischer Dienstgeber Deutschlands meldet, das Mitte September erneut in der Arbeitsrechtlichen Kommissionen verhandelt wird. Kommt es zu keiner Einigung, findet eine weitere geheime Schlichtung statt.

"Ich kann gar nicht so schlecht arbeiten, wie ich bezahlt werde." (Plakat auf der Demonstration am 02.Juni 2016 in Halle)

Auch in der Diakonie Mitteldeutschland zeigt sich, allerdings auf eine andere Art, dass die kirchlichen Arbeitsrechtsregelungen bestenfalls ein Schönwettermodell sind. Mehr ist auf der Homepage der AG MAV Niedersachsen nachzulesen.

AGMAV Unterschriftenübergabe
Foto: AGMAV im Diakon. Werk Würtemberg

Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration und Staatssekretärin Bärbl Mielich haben am Mittwoch 4.351 Unterschriften von einer Delegation von Mitarbeitenden aus der Diakonie und ver.di überreicht bekommen.

das
Foto: ver.di

Gemeinsam für mehr Personal in allen Saarländer Kliniken. ver.di Aktive laden Beschäftigte des Caritas Krankenhauses ein, Forderungen zur Entlastung des Personals gemeinsam zu diskutieren. Mehr zum Hintergrund ist nachzulesen in einer Pressemeldung des Klinikseelsorgers aus dem Caritas Klinikum Saarbrücken, Hermann-Josef Mayers.

Zentrale Forderung der Pflegekräfte und ihren UnterstützerInnen ist eine deutliche Verbesserung der Personalsituation in der Pflege. Hermann-Josef Mayer bringt es auf den Punkt in dem er sagt: "Die Situation der Pflege am Krankenbett ist katastrophal. Die Gesundheitsreformen der vergangenen 20 Jahre haben dazu geführt, dass wir heute mit Minimalbesetzung am Krankenbett pflegen. Dadurch wird Geld gespart. Das ist das erklärte Ziel der Politik in Deutschland. 50000 Stellen sind in der Pflege in den Krankenhäusern in Deutschland abgebaut worden. Auf dem Rücken der Schwestern und Pfleger wird ein radikales Spardiktat ausgetragen."

ver.di - Pressemitteilung vom 1.7.2016.

Die Beschäftigten im Diakonischen Werk Berlin/Brandenburg, schlesische Oberlausitz (DWBO) wehren sich gegen geplante Lohnkürzungen von Seiten der Arbeitgeber im Rahmen der Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR). 8074 Unterschriften wurden den Arbeitgebern übergeben, die sich gegen den Lohnklau wenden.

Die Diakonie plant die Kürzung der Jahressonderzahlung (Urlaubs- und Weihnachtsgeld) einfacher zu ermöglichen. Dadurch sollen die Beschäftigten zukünftig notwendige Investitionen mitfinanzieren. Beschäftige sollen indirekt die Gebäude und die Geräte bezahlen in denen bzw. mit denen sie arbeiten.

Nachdem die ArbeitnehmervertreterInnen die Forderungen der Dienstgeber abgelehnt haben, wird nun die sogenannte Schlichtungsstelle angerufen. Im Gegensatz zur Praxis in Tarifverhandlungen, können bei AVR-Verhandlungen Ergebnisse im Rahmen einer Zwangsschlichtung erzwungen werden.

Die Verschlechterungsversuche im DWBO reihen sich ein in Versuche der Diakonie-Arbeitgeber bundesweit, insbesondere im Bereich der Altenpflege, die Löhne abzusenken. Auch hier versuchen die Arbeitgeber ihre Forderungen durch die Zwangsschlichtung durchzusetzen.